Hörgeräte: Preisgruppen und Hersteller

Hersteller

Die Bandbreite an Herstellern ist recht groß, aber überschaubar. Zu den bekanntesten deutschen Herstellern zählen Siemens, Audio Service, KIND und Hansaton. Weitere europäische Hersteller sind Oticon, Widex und ReSound aus Dänemark sowie Phonak, Unitron und Bernafon als schweizer Hersteller. Die Geräte des durch den ehemaligen US-Präsidenten Reagan bekannten amerikanischen Herstellers Starkey zählen ebenfalls zu den gängigen Hörgeräten. Jeder Hersteller brachte verschiedene Innovationen in der Hörakustik auf den Markt und bietet mittlerweile verschiedenste Modelle zu unterschiedlichen Preisen an.

Mehr Details zu:

Audio Service

Bernafon

Hansaton

KIND

Oticon

Phonak

 

Preisgruppen

Es ist sehr schwierig, die einzelnen Hersteller einer bestimmten Preisklasse zuzuordnen, da jeder verschiedene Modelle anbietet und sich in der technischen Entwicklung auch auf verschiedene Punkte besonders konzentriert. Zudem gibt jeder Händler andere Preise für die einzelnen Geräte an und bietet verschiedene Rabatt- und Sonderaktionen. Die Preisgruppen können daher nur grob erstellt und auf dem jeweiligen Funktionsumfang der Hörgeräte beschränkt werden. Generell können drei Kategorien unterschieden werden:

  1. Einstiegsklasse
  2. Mittelklasse
  3. Oberklasse

Günstige Basisgeräte

Die Einstiegsklasse bietet Hörgeräte zum Nulltarif oder mit Zuzahlung von 10 EUR. Sie besitzen grundlegende Funktion und sind besonders gut für den häuslichen Gebrauch und einen eher ruhigen Alltag geeignet. Moderne Geräte besitzen einstellbare Programme und verringerte Rückkopplungen, bieten aber nicht die technische Finesse der anderen Klassen. Zu den technischen Merkmalen gehören mitunter

  • Mehrkanal-Technologie
  • Richtmikrofon
  • Rückkopplungskontrolle
  • Störgeräuschmanagement
  • Bedienelemente direkt am Hörgerät

Leistungsstark in allen Lebenslagen

Hörgeräte aus der Mittelklasse bieten nicht nur einen wesentlich größeren Leistungsumfang, sondern heben sich auch preislich stark von der Einstiegsklasse ab. Hauptsächlich kosten die Geräte zwischen 300 und 1000 EUR, doch die Preise können je nach Händler stark in den unteren bzw. oberen Grenzbereich abweichen. Diese Geräte sind optimal an einen alltäglichen Gebrauch angepasst und bieten hierfür verschiedene manuelle wie automatische Hörprogramme für verschiedene akustische Situationen. Standardgeräte sind für den häuslichen Gebrauch und zur Wahrnehmung lauter, jedoch weiter entfernt befindlicher Geräuschquellen optimiert. Bessere Hörgeräte der mittleren Preisklasse sind wesentlich flexibler im Einsatz und bieten zudem einiges Zubehör. Neben den technischen Merkmalen der Einstiegsklasse besitzen diese Geräte zusätzlich

  • verbessertes Sprachverstehen
  • Mehrprogrammautomatik
  • optionale Fernbedienung
  • automatisches Richtmikrofon
  • Staub- und Feuchtigkeitsschutz nach IP 57

Höchster Komfort

Geräte der preislichen Oberklasse liegen in der Regel zwischen 1000 und 1800 EUR, einzelne Geräte können aber teurer sein. Ihr Funktionsumfang ist wesentlich größer und komfortabler als der der unteren Preiskategorien und bieten zudem ein dezentes bis fast unsichtbares Design. Das räumliche Hören ist wesentlich besser und feiner, Hörautomatiken passen sich jeder Geräuschbedingung an und die mögliche Verbindung zu mobilen Geräten wie dem iPhone bietet die Möglichkeit, Musik, Anrufe und Videochats direkt an das Hörgerät zu streamen. Hoher Preis bedeutet also bessere Technik und besseres Handling. Neben den Besonderheiten der Mittelklasse zeichnen sich diese Geräte technisch zudem aus mit

  • Tinnitusmaskierung
  • Unterdrückung von Windgeräuschen und impulsiver Schallereignisse
  • Verbindung an Smart-TV, Smartphone und anderen Geräten mittels Bluetooth
  • automatisches Mehrkanal-Richtmikrofon

 

Video-Tipp:

Die Folge „Wie gut sind Hörgeräte?“ der Sendereihe „[w] wie wissen“ in der ARD-Mediathek liefert weitere Informationen rund um moderne Hörhilfen und Zuzahlungsbereitschaft der Krankenkassen.
Hier geht es zum besagten Beitrag in der ARD Mediathek.

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